Wahlkreis / Münsterland

Meine Heimatstadt Steinfurt ist Kreisstadt des Kreises Steinfurt in Nordrhein-Westfalen und gehört zum Regierungsbezirk Münster. Im Zuge der kommunalen Neugliederung wurden die ehemals eigenständigen Gemeinden Burgsteinfurt und Borghorst am 1. Januar 1975 zur Stadt Steinfurt zusammengelegt.

Die beiden Städte blicken zusammen auf eine über tausendjährige Geschichte zurück und die prächtige Wasserburg aus dem 12. Jahrhundert, die historische Altstadt und das Bagno mit dem einzig freistehenden Konzertsaal Europas stehen als Zeitzeugen für diese wechselvolle Historie.

Von der münsterländischen Parklandschaft mit vielfältigen Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten umgeben ist die Kreisstadt mit ihren etwa 35.000 Einwohnern heute ein moderner und leistungsfähiger Wissenschafts-, Verwaltungs- und Wirtschaftsstandort mit zahlreichen mittelständischen Betrieben aus den unterschiedlichsten Branchen.

Bis in die 60er Jahre des vergangenen Jahrhunderts war das Kreisgebiet geprägt von Landwirtschaft und Textilindustrie. Bis heute gibt es noch viele kleine und große Gehöfte, während die Textilindustrie ihre absolute Vormachtstellung eingebüßt hat. Beispielhaft dafür steht die Stadt Emsdetten, die in den 1950er Jahren das Jutezentrum Deutschlands war. Jute spielt hier heute gar keine Rolle mehr.

Die Unternehmer im Kreis Steinfurt und im gesamten Münsterland bieten Arbeits- und Ausbildungsplätze in einem breiten Branchenmix an, zu dem die Textilindustrie nach wie vor gehört. Doch auch die Metall- und die Chemieindustrie sind hier ebenso schon lange ansässig wie etwa auch Maschinenbauer und Veredelungsbetriebe sowie Dienstleister.

Mit 1.800 Quadratkilometern ist der Kreis Steinfurt einer der größten Flächenkreise in NRW und vergleichbar mit dem Bundesland Saarland. 80 Prozent der Fläche wird landwirtschaftlich genutzt oder besteht aus Wald. Insgesamt gut 440.000 Einwohner verteilen sich auf 24 Kommunen, wobei die Hälfte davon in fünf größeren Städten (Rheine, Ibbenbüren, Emsdetten, Greven und Steinfurt) lebt, die übrigen in Gemeinden ab etwa 6.000 Einwohnern.

In angenehmer Nachbarschaft zu den Niederlanden ist das Steinfurter Land umgeben von den Baumbergen sowie der Hohen Mark. Neben Steinfurt als Kreisstadt liegen in dieser reizvollen Landschaft noch weitere großartige Städte. Da ist zum Beispiel Borken, das mit seinen fünf Stadttürmen und der heute noch erkennbaren Stadtmauer eine lange Geschichte aufweisen kann, vor allem aber auch in der Gegenwart einiges zu bieten hat. Freizeit- und Erholungswert haben zum Beispiel der in unmittelbarer Nähe gelegenen Naturpark Hohe Mark sowie ein über 100.000 qm großer Bade- und Segelsee im Freizeitgelände Pröbsting. Dieses 1,2 Mio. Quadratmeter große Erholungsgebiet umfasst Campingplatz, Wohnmobil-Stellplätze, Kinderspielplätze, Minigolfanlage sowie Rad- und Wanderwege.

Der Kreis Borken beheimatet rund 370.000 Menschen und zeichnet sich zudem als eine der jüngsten Regionen Deutschlands aus. Mehr als ein Viertel der Einwohner ist unter 20 Jahre alt, was eindeutig auf optimale Bedingungen gerade für jüngere Mitbürger hinweist.

Zudem ist die Gegend um Borken ein idealer Ausgangspunkt für einen Abstecher in die Niederlande. Auf einer Strecke von 108 Kilometern grenzt der Kreis an das königliche Nachbarland. Viele Ziele dort lohnen einen Besuch, so zum Beispiel Enschede und der Wochenmarkt von Winterswijk am Samstag und am Mittwoch Morgen.

Auch Ahaus mit seiner großräumigen Schlossanlage, der ehemaligen Residenz der Fürstbischöfe von Münster, sei hier erwähnt. Das Schloss hat seit seinem Wiederaufbau nach 1945 vielen Bestimmungen gedient. Als Berufsschule bzw. Bibliothek war es in Gebrauch, heute nun hat hier die Technische Akademie Ahaus ihren Sitz. Kunst und Kultur werden in Ahaus mit Hingabe gepflegt, und das Schloss bildet dafür immer den passenden Rahmen.

Ibbenbüren sei an dieser Stelle ebenfalls genannt. Als perfekte Kombination zwischen ländlicher Idylle und einer lebendigen Innenstadt, die geprägt ist von Ibbenbürener Sandstein und Fachwerk. So wie die Rheinländer ihren Karnveal und die Bayern das Oktoberfest haben, dreht sich für die Ibbenbürener jedes Jahr ab dem ersten Septembersonntag alles um die Großkirmes. Ein Erlebnis für Einheimische und Gäste, für Jung und Alt.

Unendliche Kilometer Fahrrad-, Reit- und Wanderwege durchziehen das Münsterland und laden ein, die hier beschriebene Umgebung zu erkunden. So ist zum Beispiel der 110 km lange münsterländische Teilabschnitt des EmsRadweges, der “EmsAuenWeg”, eine perfekte Möglichkeit die Kulturgeschichte und Landschaftsentstehung kennen zu lernen. Als Radroute des Jahres 2005 in NRW steht er für ausgezeichnetes Radvergnügen. Wer statt auf dem Fahrrad das Glück der Erde auf dem Rücken der Pferde sucht, tut gut daran, dem Rat von Fritz Pleitgen zu folgen, der das Münsterland mal als „Kentucky Deutschlands“ bezeichnet. Die Pferdezucht und der Pferdesport haben in unserer Region eine lange Tradition.

Das Nordrhein-Westfälische Landgestüt Warendorf zum Beispiel blickt auf eine mehr als 180-jährige Geschichte zurück. Besonders empfehle ich Ihnen die traditionellen Hengstparaden, zu denen das Landgestüt jährlich Ende September und Anfang Oktober einlädt.

Besuchen Sie uns gar nicht sture Westfalen und überzeugen Sie sich selbst vom reizvollen Münsterland, meiner Heimat, in der Mitte Europas!

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